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Mechanische vs. elektronische Druck- und Temperaturmessung


MECHANISCHE VS. ELEKTRONISCHE DRUCK- UND TEMPERATURMESSUNG
Seit einigen Jahren lassen sich Fertigungsprozesse zunehmend automatisieren. Dabei erzielt die Automatisierung teilweise erhebliche Kostenreduzierungen. Ist es da noch sinnvoll, mechanische Druck- und Temperaturmessgeräte einzusetzen? Die Antwort auf diese Frage ist naheliegend und einfach: Ja. So wohl elektronische als auch mechanische Geräte haben Eigenschaften, die in der jeweiligen Anwendung gegeneinander abzuwägen sind. Nachfolgend haben wir für Sie die jeweiligen Beschreibungen, Leistungsmerkmale und viele weitere relevanten Informationen zur mechanischen und elektronischen Druck- und Temperaturmessung zusammengefasst.
VERGLEICH DER PRODUKTMERKMALE MECHANISCH
- Keine Stromversorgung erforderlich – ausfallsicher
- Unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen
- Günstige Anschaffungs- und Betriebskosten
- Robust, langlebig, wartungsarm
- Mit großflächiger Skala einfach ablesbar
ELEKTRONISCH
- Hohe Messgenauigkeit und schnelle Reaktionszeit
- Datenaufzeichnung und digitale Ausgabe möglich
- Fernüberwachung
- Integration in Regelungssysteme
- Durch Displaybeleuchtung auch bei Dunkelheit gut ablesbar
TYPISCHE ANWENDUNGEN
- Druckmessung mechanisch
Heizungen, Hydraulik, Pneumatik
- Temperaturmessung mechanisch
Thermostate, Haushaltsgeräte, Heizungen
- Druckmessung elektronisch
Industrieanlagen, Automatisierung, Prozessregelung und -überwachung
- Temperaturmessung elektronisch
Labore, Industrieanlagen, Automatisierung, Lebensmittelindustrien


MECHANISCHE DRUCKMESSGERÄTE
Mechanische Druckmessgeräte (Manometer) messen den Druck eines Mediums (z. B. Luft, Gas oder Flüssigkeit) unabhängig von elektronischer Energie. Je nach Einsatzbereich des Manometers werden Rohrfedern, Plattenfedern oder Kapselfedern zur Messung des Drucks eingesetzt. Am Beispiel der Rohrfedermanometer, wird der Druck gemessen indem eine Rohrfeder (ein gebogenes Röhrchen im Gehäuse des Manometers) den Druck direkt auf den Zeiger weiterleitet.


ELEKTRONISCHE DRUCKMESSGERÄTE
In der elektronischen/digitalen Druckmessung erfasst ein integrierter Sensor (z. B. piezoresistiv oder Dünnfilm) den anliegenden Druck und wandelt diesen in ein elektrisches Signal um. Die Signale können analog oder digital weiterverarbeitet werden. Im Gegensatz zu mechanischen Druckmessgeräten, die mit Nadeln und Skalen arbeiten, können digitale Messgeräte die Messergebnisse auf einem Display anzeigen bzw. zur Signalauswertung weiterleiten.
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MECHANISCHE TEMPERATURMESSGERÄTE
Mechanische Temperaturmessgeräte nutzen physikalische Effekte wie die thermische Ausdehnung. Bekannte Typen sind z. B. Bimetall-Thermometer. Die Temperaturveränderung führt zu einer Verformung oder Volumenänderung, die direkt auf einen Zeiger wirkt.


ELEKTRONISCHE TEMPERATURMESSGERÄTE
Elektronische Systeme wie z.B. Widerstandsthermometer erfassen die Temperatur über Sensoren (z. B. Pt100 oder Pt1000), die aus einem Draht oder Plättchen eines temperaturabhängigen Leitermaterials – meist Platin – bestehen. Der elektrische Widerstand dieses Metalls ändert sich in Abhängigkeit von der Temperatur. Diese Widerstandsänderung wird gemessen und in ein elektrisches Signal umgewandelt, das anschließend digital angezeigt oder weiterverarbeitet werden kann.
Lassen Sie sich von unseren Fachleuten beraten.
vertrieb(at)riegler.de
07125 9497-3280


FAZIT: WANN SETZEN SIE WELCHES MESSSYSTEM EIN?
Mechanische Messsysteme bieten eine einfache, robuste und kostengünstige Möglichkeit zur Druck- oder Temperaturanzeige – ideal für einfache Anwendungen, bei denen keine Datenerfassung oder Fernüberwachung notwendig ist. Sie sind stromlos, leicht ablesbar und langlebig, aber in Genauigkeit und Funktionalität begrenzt.
Elektronische Messsysteme sind die moderne Wahl für präzise, schnelle und digital nutzbare Messungen. Sie lassen sich in Steuerungen integrieren, ermöglichen Fernwartung und automatische Prozessregelung. Sie benötigen zwar Strom und sind in der Regel teurer, bieten dafür aber höchste Funktionalität und Flexibilität, vor allem in der Industrie und Automatisierungstechnik.
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